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Mikrozensus 2020 im Januar gestartet

10. 02. 2020

Interviewerinnen und Interviewerdes Landesamts für Statistik in Fürth bitten um Auskunft

 

Auch  im  Jahr  2020 wird  in  Bayern  wie  im  gesamten  Bundesgebiet  bei  einem Prozent   der   Bevölkerung   wieder   der   Mikrozensus   durchgeführt.   Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik in Fürth werden für diese amtliche  Haushaltsbefragung im  Laufe desJahres  rund  60000  Haushalte  in Bayern  von speziell  für  diese  Erhebung geschulten Interviewerinnen  und Interviewern zu  ihrer  wirtschaftlichen  und  sozialen  Lage  befragt.  Für  den überwiegenden   Teil   der   Fragen   besteht   nach   dem   Mikrozensusgesetz Auskunftspflicht.

 

Im   Jahr   2020   findet   im   Freistaat   wie   im   gesamten   Bundesgebiet   wieder   der Mikrozensus  statt.  Der  Mikrozensus  ist  eine  gesetzlich  angeordnete  Haushalts-befragung,  für  die  seit  1957  jährlich  ein  Prozent  der  Bevölkerung  zu  Themen  wie Familie, Lebenspartnerschaft, Lebenssituation, Beruf und Ausbildung befragt werden. Der  Mikrozensus  2020  enthält  zusätzlich  Fragen  zum  Pendlerverhalten  der  berufs-tätigen Bevölkerung. Neben der Länge des Arbeitsweges werden auchdie genutzten Verkehrsmittel erhoben. Die durch den Mikrozensus gewonnenen Informationen sind Grundlage für zahlreiche gesetzliche und politische Entscheidungen und deshalb für alle  Bürgerinnen  und  Bürgervon  großer  Bedeutung.So  bestimmen  die  erhobenen Daten u.a. mit darüber, wieviel Geld Deutschland aus den Struktur-und Investitions-fondsder Europäischen Union erhält.

 

Aufgrund  steigender  Anforderungen,  z.B.  im  Bereich  der  Arbeitsmarkt-und  Armuts-berichterstattung,  wurde  der  Mikrozensus  für  2020  überarbeitet.  Neben  der  bereits seit  1968  in  den  Mikrozensus  integrierten  Arbeitskräfteerhebung  der  Europäischen Union  (LFS –Labour  Force  Survey)  sind  ab  2020  auch  die  bisher  separat  durchge-führte europäische Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen (EU SILC –European Union Statistics on Income und Living Conditions) und ab 2021 die Befragung zu Informations-und Kommunikationstechnologie (IKT) Teil des neuen Mikrozensus.  Um  die  Befragten  trotz  dieser  Erweiterungen  zu  entlasten,  wird  die Stichprobe  ab  2020  in  Unterstichproben  geteilt,  auf  welche  die  verschiedenen Erhebungsteile LFS, EU SILC und IKT verteilt werden.

 

Die Befragungen zum Mikrozensus finden ganzjährig von Januar bis Dezember statt. In  Bayern  sind  in  diesem  Jahrrund  60000  Haushalte  zubefragen –das  sind mehr  als  1000  Haushalte  pro  Woche.  Dabei  bestimmt  ein  mathematisches  Zufalls-verfahren, wer für die Teilnahme am Mikrozensus ausgewählt wird. Die  Befragungen  werden  in  vielen  Fällen  als  persönliche  Interviews  direkt  bei  den Haushalten  durchgeführt. Dafür  engagieren  sich  in  Bayern zahlreiche ehrenamtlich tätige  Interviewerinnenund  Interviewer  im  Auftrag  des Bayerischen  Landesamts  für Statistik. Haushalte,  die  kein  persönliches  Interview  wünschen,  haben die  Möglich-keit, ihre Angaben im telefonischen Interview, schriftlich per Post oder ab 2020 erst-malig auch online abzugeben.

 

Ziel  des  Mikrozensus  ist  es,  für  Wirtschaft,  Politik,  Wissenschaft,  Medien  und  die Öffentlichkeit   ein   zuverlässiges   Bild   der   Lebensverhältnisse   aller   Gruppen   der Gesellschaft zu zeichnen. Um die gewonnenen Ergebnisse repräsentativ auf die Ge-samtbevölkerung übertragen zu können, ist es wichtig, dass jeder der ausgewählten Haushalte  an  der  Befragung  teilnimmt.  Aus  diesem  Grund  bestehtfür  die  meisten Fragen des Mikrozensus eine gesetzlich festgelegte Auskunftspflicht. Sie gilt sowohl für die Erstbefragung der Haushalte als auch für die drei Folgebefragungen innerhalb von bis zu vier Jahren. Durch die Wiederholungsbefragungen können Veränderungen im   Zeitverlauf   nachvollzogen   und   eine   hohe   Ergebnisqualität   erreicht   werden. Datenschutz  und  Geheimhaltung  sind,  wie  bei  allen  Erhebungen  der  amtlichen Statistik,  umfassend  gewährleistet.  Auch  die  Interviewerinnen  und  Interviewer  sind zur  strikten  Verschwiegenheit  verpflichtet.  Sie kündigen ihre  Besuche  bei  den  Haus-halten zuvor schriftlich an und legitimieren sich mit einem Ausweis des Landesamts.

 

Das  Bayerische  Landesamt  für  Statistik  in  Fürth  bittet  alle  Haushalte,  die  im  Laufe des  Jahres 2020  eine  Ankündigung  zur  Mikrozensusbefragung  erhalten,  die  Arbeit der Interviewerinnen und Interviewer zu unterstützen.